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Jacob Esau (1856-1927) #463678

Jacob EsauAge: 70 years18561927

Name
Jacob Esau
Birth December 19, 1856 42 31
Birth of a brotherJohann Esau
July 12, 1859 (Age 2 years)
Birth of a brotherCornelius Esau
October 2, 1862 (Age 5 years)
Birth of a sisterMargaret Esau
1864 (Age 7 years)

Death of a maternal grandfatherJohann Herman Neufeld
January 21, 1865 (Age 8 years)
Baptism October 8, 1878 (Age 21 years)
Baptism of a brotherJohann Esau
October 8, 1878 (Age 21 years)
Death of a motherKatharina Neufeld
August 4, 1881 (Age 24 years)
Baptism of a brotherCornelius Esau
May 17, 1882 (Age 25 years)
Death of a maternal grandmotherKatharina Klassen
March 12, 1886 (Age 29 years)
Death of a fatherJacob Esau
October 21, 1889 (Age 32 years)
Death of a sisterKatharina Esau
December 13, 1897 (Age 40 years)
Death of a brotherCornelius Esau
January 8, 1920 (Age 63 years)
Death May 2, 1927 (Age 70 years)

Family with parents - View this family
father
mother
Marriage: October 10, 1846Halbstadt, Molotschna, South Russia
3 years
elder sister
7 years
himself
Jacob Esau (1856-1927) #463678Jacob Esau
Birth: December 19, 1856 42 31Halbstadt, Molotschna, South Russia
Death: May 2, 1927
3 years
younger brother
Johann Esau #391900Johann Esau
Birth: July 12, 1859 44 34Halbstadt, Molotschna, South Russia
Death: September 14, 1940Davis, California
3 years
younger brother
Cornelius Esau (1862-1920) #199477Cornelius Esau
Birth: October 2, 1862 47 37Halbstadt, Molotschna, South Russia
Death: January 8, 1920Rosenthal, Chortitza, South Russia
sister
younger sister
sister
sister

Note

Was A Doctor

Johann Esau - Oberbuergermeister in Jekaterinoslaw

Der Dorfschulze aus Halbstadt Jakob Esau schickte seine zwei Soehne Jakob Esau und Johann Esau nach Jekaterinoslaw. Diese zwei jungen Maenner besuchten zuerst das Gymnasium in Jekaterinoslaw, dann setzten sie mit einem Studium an der Universitaet in Riga und Kiew ihre Bildung fort. Johann Esau kehrte aus Riga mit einem Ingenieurabschluss zurueck, Jakob beendete die medizinische Schule in Kiew. 1884 bekam Jakob die Stelle eines Arztes in Chortitza, und Johann wurde als Ingenieur in der Fabrik Lepp & Wallmann eingestellt.
Spaeter gruendete Johann eine kleine Fabrik in der Vorstadt Jekaterinoslaws. 1895 verkaufte er seine Fabrik an eine belgische Gesellschaft und wurde Direktor eines groesseren Unternehmens. 1902 wurde er fuer einen Stadtposten (Tschlen Uprawy) gewaehlt. Ihm wurde die technische Abteilung, zu der die Strassenbahn, Wasserversorgung und andere Einrichtungen gehoerten, uebertragen. 1904 wurde er zum Buergermeister ernannt. Bei den naechsten Wahlen 1905 wurde er fuer vier Jahre zu Oberbuergermeister gewaehlt. Waehrend seiner Buergermeisterzeit entstanden ein neues Wasserwerk, eine neue Strassenbahn, Kanalisation, zusaetzliche Mittelschulen, eine Realschule, ein Gymnasium fuer Knaben und zwei Maedchengymnasien sowie neue Markthallen. Jm Jahre 1906 erhielt Esau den Orden des Heiligen Stanislaw dritten Grades.
1909 wurde Esau nicht mehr zum Buergermeister gewaehlt. Der politische Wind bekam eine andere Richtung, eine Folge der entstandenen Deutschen-Hetze. Er ging nach Baku, um dort ein neues Wasserwerk zu bauen. Aber die dort gegenwaertigen drei Parteigruppen (die ueberwiegende armenische und die schwaechere russische) waren keine gute Voraussetzung fuer ein gesundes Arbeitsklima. Er lehnte auch dieses Angebot ab und kehrte wieder zurueck, Esau uebernahm die Leitung und den Aufbau der allrussischen Ausstellung 1910 in Jekaterinoslaw. 1911 erhielt er den Orden der Heiligen Anna dritten Grades.
Im Sommer 1914 war Esau in Jalta mit dem Bau einer neuen Eisenbahn beschaeftigt. Doch die Nachricht ueber den Beginn des I. Weltkrieges trieb ihn wieder nach Hause, und er uebernahm die Leitung und Verwaltung der Abteilung des Roten Kreuzes fuer die suedliche Armee: im Schwarzmeergebiet, Ukraine, Kaukasus und Rumaenien. Schon bald waren zwei voll ausgestattete Schiffe des Roten Kreuzes unterwegs. Auf die Wirkung Esaus erlaubte der Fuerst Urussow, dass 2000 Mennoniten unter der Verwaltung Esaus dienen durften. 1914 erhielt Esau den Orden zum Andenken an das 50jaehrige Jubilaeum der Einfuehrung der "Gubernskoje und Ujesdnoje Semskoje Utschreschdenije" (Gouvernements und Distrikt Laendliche Einrichtung) 1864. 1915 erhielt er den letzten Orden, den des Heiligen Wladimir des dritten Grades.
Nach der politischen Umwaelzung 1918 wurde Esau gebeten, den Buergermeisterposten nochmals zu uebernehmen, denn die Stadtwirtschaft war ausser Rand und Band geraten. Nach dem Waffenstillstand verschlechterte sich die Lage merklich, als die demoralisierte Armee die Front verliess und die Arbeiter- und Soldatenarmee die Ueberhand bekamen. Unter diesen Umstaenden konnte sich Esau nicht laenger ueber Wasser halten. Eines Tages kam eine bewaffnete Bande zu ihm ins Buero und forderte die Uebergabe der Stadtkasse. Das Ende war nicht dramatisch. Esau legte den Banditen ein Dokument zur Unterschrift vor, in dem der Tatbestand festgelegt wurde. Er setzte seinen Hut auf und ging nach Hause. Bald darauf verliessen sie Russland und zogen nach Kalifornien.


Quellen:  1. Diese Steine, die Russlandmennoniten. Adina Reger, Delbert Plett. 2001. Manitoba
  2. Mennonites in Russia. John Friesen, Ed., 1989. Winnipeg
  3. The Old Colony (Chortitza) of Russia. Henry Schapansky. 2001
  4. Register of persons living outside the Chortitza Colony in 1852. Richard D. Thiessen. 2002
Media objectJacob Esau (1856-1927) #463678Jacob Esau (1856-1927) #463678
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